Konzern
CHF Mio. | Januar – März | Veränderung | Gesamtjahr | |||
2026 | 2025 | % | %1) | %2) | 2025 | |
Auftragseingang | 643 | 705 | −8.9 | −4.9 | −5.3 | 2’883 |
Nettoumsatz | 725 | 783 | −7.3 | −3.1 | −3.4 | 2’914 |
Auftragsbestand | 1’012 | 1’095 | −7.5 | −3.6 | −3.9 | 1’120 |
Vollzeitstellen im Durchschnitt | 13’971 | 13’752 | 1.6 |
| 1.1 | 13’696 |
1) Bereinigt um Währungseffekte | ||||||
Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Bucher Industries lag im ersten Quartal 2026 auf einem tiefen Niveau. Nach einer zuvor starken Vorbestellsaison verzeichnete Kuhn Group einen rückläufigen Auftragseingang. Bucher Municipal und Bucher Hydraulics entwickelten sich hingegen positiv. Der Konzernumsatz lag unter der Vorjahresperiode. Aufgrund der tiefen Auftragseingänge im Vorjahr war der deutliche Umsatzrückgang von Bucher Emhart Glass nicht unerwartet, währenddem sich die soliden Auftragsbestände bei Kuhn Group und Bucher Hydraulics in den Umsätzen des laufenden Jahres stabilisierend auswirkten.
Die politischen Unsicherheiten haben in den letzten Monaten zugenommen, mit dem strategisch gewählten lokalen Produktionsansatz nahe bei der Kundschaft bleibt Bucher Industries jedoch gut aufgestellt. An den Standorten mit tiefer Kapazitätsauslastung wurden die initiierten Kostensparmassnahmen konsequent weitergeführt.
Die angekündigten personellen Wechsel bei den Positionen des CEOs und des Verwaltungsratspräsidenten haben Mitte April stattgefunden. Nach Beendigung des Aktienrückkaufprogramms wurde von der Generalversammlung dem Antrag zur Kapitalherabsetzung stattgegeben.
Geschäftsgang der Divisionen
Kuhn Group
CHF Mio. | Januar – März | Veränderung | Gesamtjahr | ||
2026 | 2025 | % | %1) | 2025 | |
Auftragseingang | 169 | 232 | −27.4 | −24.1 | 1’124 |
Nettoumsatz | 314 | 316 | −0.8 | 4.2 | 1’053 |
Auftragsbestand | 366 | 378 | −3.1 | 1.2 | 524 |
Vollzeitstellen im Durchschnitt | 5’579 | 5’284 | 5.6 |
| 5’300 |
1) Bereinigt um Währungseffekte | |||||
Verhaltener Start ins Jahr nach guten Vorbestellungen
Nach dem starken Anstieg der Vorbestellungen der Landmaschinenhändler in der zweiten Jahreshälfte 2025 blieb die Nachfrage bei Kuhn Group zu Beginn des Berichtsjahrs verhalten. Erhöhte Unsicherheiten aufgrund eines sinkenden Milchpreises, des unsicheren politischen Umfelds sowie zuletzt aufgrund eines Anstiegs der Produktionskosten der Landwirte, insbesondere bei Düngemitteln und Diesel, beeinflussten deren Investitionsbereitschaft. Im Ackerbau blieben die Absatzpreise auf einem tiefen Niveau, während sich die Viehwirtschaft etwas robuster zeigte. Insgesamt nahm der Auftragseingang von Kuhn Group deutlich ab, wobei das Ersatzteilgeschäft stabil blieb. Infolge des höheren Auftragsbestands zu Beginn des Jahres konnte der Umsatz von Kuhn Group auf vergleichbarer Basis zulegen. In den auf Ackerbau ausgerichteten Produktionsstandorten mit tiefer Auslastung arbeitet Kuhn Group weiterhin konsequent an der Optimierung der Kosten.
Aussichten 2026
Getrieben durch den höheren Auftragsbestand zu Beginn des Jahres rechnet Kuhn Group auf vergleichbarer Basis mit einem Umsatzwachstum und einer Betriebsgewinnmarge über Vorjahr.
Bucher Municipal
CHF Mio. | Januar – März | Veränderung | Gesamtjahr | ||
2026 | 2025 | % | %1) | 2025 | |
Auftragseingang | 154 | 148 | 4.2 | 7.6 | 556 |
Nettoumsatz | 128 | 147 | −12.7 | −9.3 | 605 |
Auftragsbestand | 260 | 296 | −12.1 | −8.9 | 239 |
Vollzeitstellen im Durchschnitt | 2’608 | 2’521 | 3.5 |
| 2’569 |
1) Bereinigt um Währungseffekte | |||||
Weiterhin gutes Marktumfeld
Bucher Municipal erlebte eine stabile Marktsituation bei weiterhin guter Nachfrage. Der Auftragseingang lag insgesamt über der Vorjahresperiode, getrieben durch die Bereiche Winterdienstausrüstungen und Müllfahrzeuge, die sich in den ersten drei Monaten positiv entwickelten. Kompaktkehrfahrzeuge konnten an die sehr starke Vorjahresperiode anschliessen. Auch Kanalreinigungsfahrzeuge sowie Wartungsdienstleistungen und Ersatzteile zeigten sich stabil. Die Bestellungen für Grosskehrfahrzeuge gingen hingegen zurück. Der Umsatz reflektierte den tieferen Auftragsbestand zu Beginn des Jahres und lag unter der Vorjahresperiode. Die Abnahme war vor allem auf die Märkte ausserhalb Europas zurückzuführen.
Aussichten 2026
Bucher Municipal erwartet einen leichten Umsatzrückgang auf vergleichbarer Basis und eine leicht tiefere Betriebsgewinnmarge als 2025.
Bucher Hydraulics
CHF Mio. | Januar – März | Veränderung | Gesamtjahr | |||
2026 | 2025 | % | %1) | %2) | 2025 | |
Auftragseingang | 172 | 166 | 3.7 | 10.1 | 9.3 | 631 |
Nettoumsatz | 164 | 163 | 0.9 | 6.6 | 5.8 | 626 |
Auftragsbestand | 158 | 155 | 1.6 | 7.9 |
| 154 |
Vollzeitstellen im Durchschnitt | 2’940 | 2’909 | 1.1 |
| 0.3 | 2’906 |
1) Bereinigt um Währungseffekte | ||||||
Erholung setzte sich fort
Die Nachfrage in den Hydraulikmärkten legte im ersten Quartal 2026 zu, und der Auftragseingang von Bucher Hydraulics übertraf die Vorjahresperiode. Insbesondere die Nachfrage nach hydraulischen Lösungen für Baumaschinen sowie nach mobiler elektrischer Antriebstechnik ist weiter angestiegen. Die Bestellungen im Bereich Landtechnik lagen auf dem Niveau der Vorjahresperiode, während sich in der Fördertechnik zuletzt eine Stabilisierung bemerkbar machte. Der Umsatz der Division übertraf die Vorjahresperiode. Europa und Asien, insbesondere Indien und China, entwickelten sich positiv.
Aussichten 2026
Bucher Hydraulics geht von einem leichten Umsatzanstieg auf vergleichbarer Basis und einer entsprechend leicht höheren Betriebsgewinnmarge aus.
Bucher Emhart Glass
CHF Mio. | Januar – März | Veränderung | Gesamtjahr | |||
2026 | 2025 | % | %1) | %2) | 2025 | |
Auftragseingang | 72 | 77 | −7.3 | −4.0 | −4.8 | 297 |
Nettoumsatz | 73 | 113 | −35.3 | −32.8 | −33.6 | 374 |
Auftragsbestand | 110 | 156 | −29.4 | −26.4 | −27.0 | 114 |
Vollzeitstellen im Durchschnitt | 1’440 | 1’544 | −6.7 |
| −9.1 | 1’496 |
1) Bereinigt um Währungseffekte | ||||||
Nachfrage mit Anzeichen der Stabilisierung
Kunden von Bucher Emhart Glass blieben im ersten Quartal 2026 weiter zurückhaltend mit Investitionen. Der Auftragseingang lag unter der Vorjahresperiode. Der Nachfragerückgang verlangsamt sich und eine Bodenbildung könnte sich abzeichnen. Sowohl die Bestellungen für Glasformungsmaschinen und Sektionen als auch Inspektionsmaschinen verharrten weiter auf einem tiefen Niveau. Das Service- und Ersatzteilgeschäft entwickelte sich stabil. Der Umsatz reduzierte sich deutlich, da grössere Projekte fehlten und der Auftragseingang in den Vorperioden tief war. Die Produktionsplanungen wurden an den tieferen Auftragsbestand angepasst.
Aussichten 2026
Auf vergleichbarer Basis rechnet Bucher Emhart Glass mit einem deutlich tieferen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Die Betriebsgewinnmarge dürfte deutlich tiefer als 2025 ausfallen.
Bucher Specials
CHF Mio. | Januar – März | Veränderung | Gesamtjahr | |||
2026 | 2025 | % | %1) | %2) | 2025 | |
Auftragseingang | 91 | 95 | −4.3 | −2.2 | −2.7 | 337 |
Nettoumsatz | 64 | 62 | 3.6 | 5.7 | 4.3 | 322 |
Auftragsbestand | 137 | 130 | 5.2 | 7.3 | 6.1 | 112 |
Vollzeitstellen im Durchschnitt | 1’331 | 1’426 | −6.7 |
| −7.7 | 1’356 |
1) Bereinigt um Währungseffekte | ||||||
Verhaltener Geschäftsgang
Die Nachfrage bei Bucher Specials zeigte sich im ersten Quartal 2026 insgesamt stabil. Der Auftragseingang der Division fiel etwas tiefer als in der Vorjahresperiode aus, wobei ein leichter Anstieg der Bestellungen bei Bucher Landtechnik und Bucher Automation durch einen Rückgang bei Bucher Vaslin und Bucher Unipektin ausgeglichen wurde. Der Umsatz konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert werden. Die Lage bei Bucher Vaslin und Bucher Automation bleibt jedoch angespannt, weshalb Effizienzsteigerungsmassnahmen weiter vorangetrieben werden.
Aussichten 2026
Bucher Specials geht von einem leichten Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis aus. Die Betriebsgewinnmarge dürfte aufgrund der höheren Kapazitätsauslastung sowie der ergriffenen Effizienzsteigerungsmassnahmen ansteigen.
Aussichten Konzern 2026
Die Auswirkungen der zunehmenden politischen Unsicherheiten auf den Verlauf der Nachfrageerholung bei Bucher Industries sind derzeit schwierig abzuschätzen. Für 2026 rechnet der Konzern aktuell weiterhin mit einem stabilen Umsatz auf vergleichbarer Basis. Die Betriebsgewinnmarge dürfte auf Vorjahresniveau (ohne den 2025 erzielten Gewinn aus dem Grundstücksverkauf von CHF 43 Mio.) liegen.