SearchKontaktHomedeutschenglishLegal
Portrait KonzernVerwaltungsratManagementTätigkeitenProduktionsstandorteGeschichteAnfahrtsplan
Aktuelle MedieninformationenArchiv MedieninformationenE-Mail-Dienst
Kotierung/Termine/Kontakt AktienrückkaufKonzern PublikationenCorporate GovernanceGeneralversammlungPräsentationen, StudienArchiv
PortraitFotogalerieAdressen
PortraitFotogalerieAdressen
PortraitFotogalerieAdressen
PortraitFotogalerieAdressen
PortraitFotogalerieAdressen
Aktuelle Medieninformationen
Archiv Medieninformationen
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
1999
1998
E-Mail-Dienst
Niederweningen, 11. August 2009
Bucher Industries mit Umsatzrückgang von 19%
Im ersten Halbjahr 2009 waren alle Marktsegmente von Bucher Industries vom konjunkturellen Abschwung betroffen. Der Lagerabbau bei Kunden, die restriktive Kreditvergabepraxis sowie ungünstige Währungseinflüsse verstärkten den Rückgang zusätzlich. Der Umsatz ging um 19%, währungsbereinigt um 13% auf CHF 1 179 Mio. und der Auftragseingang um 41% auf 819 Mio. zurück. Das Betriebsergebnis von CHF 59 Mio. lag um CHF 73 Mio. unter dem hohen Wert der Vorjahresperiode. Das Konzernergebnis nahm um 53% auf CHF 42 Mio. ab. Ohne Berücksichtigung von Akquisitionen reduzierte der Konzern im ersten Halbjahr 2009 die Personalkapazitäten um 13%.


Die Weltwirtschaftskrise erfasste im ersten Halbjahr 2009 alle Marktsegmente von Bucher Industries, selbst die bis Ende 2008 robuste Landtechnik war stark betroffen. Die Regionen Osteuropa und Russland brachen fast vollständig ein, und auch die Hauptmärkte Westeuropa und Nordamerika konnten sich dem Abschwung nicht entziehen. Überhöhte Lagerbestände bei Kunden und in den Vertriebsorganisationen führten zu hohem Wettbewerbs- und Margendruck. Hinzu kamen erhebliche Währungsverschiebungen zu Ungunsten des Schweizer Frankens.


Konzern
Alle Divisionen und Regionen waren in unterschiedlichem Ausmass vom konjunkturellen Abschwung betroffen. Der Umsatz von Bucher Industries ging im ersten Halbjahr 2009 um 18.7%, währungsbereinigt um 12.7% auf CHF 1 178.9 Mio. zurück. Der Akquisitionseinfluss betrug 7.7%. Der Auftragseingang war zusätzlich vom hohen Lagerabbau der Kunden belastet und nahm um 40.8% auf CHF 819.0 Mio. ab. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte nahm auf Konzernstufe der Auftragsbestand um 35.2% auf CHF 509.1 Mio. ab, wobei in den Divisionen die Abnahme zwischen 26% und 51% betrug. Das Betriebsergebnis von CHF 58.7 Mio. lag um 55.5%, das Konzernergebnis von CHF 41.8 Mio. um 53.2% unter der hohen Vorjahresperiode. Der Konzern legte Wert auf die Sicherung der Liquidität und reduzierte neben den Kapazitäten auch die Investitionen um CHF 38.0 Mio. auf CHF 27.1 Mio. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen trotz Rezession um 6.3% auf CHF 38.8 Mio. Die Finanzierung des Konzerns ist mit langfristigen Bankdarlehen und kommittierten Kreditlinien von rund CHF 700 Mio. gesichert. Die Eigenkapitalquote betrug 39.8%.


Kuhn Group
Neben der Kreditverknappung hatten die Landwirte im ersten Halbjahr mit stark fallenden Milchpreisen zu kämpfen. Die Nachfrage aus Osteuropa und den CIS-Staaten kam praktisch zum Erliegen und in den USA brach sie bei Heuernte- und Futtermaschinen drastisch ein. Hohe Lagerbestände bei Händlern führten zu Anpassungen der Produktionsplanung. Die Division erzielte einen Umsatz von CHF 600.8 Mio., ein Rückgang um 1.1%, in Lokalwährungen ein Anstieg um 6.2%. Akquisitions- und währungsbereinigt nahm der Umsatz um 11.6% ab. Der Auftragseingang ging um 43.5% auf CHF 276.7 Mio. zurück und das Betriebsergebnis von CHF 41.3 Mio. unterschritt den hohen Vorjahreswert um 37.4%. Bereinigt um die Akquisition der Ballenpressen reduzierte die Division die Personalkapazitäten seit Jahresbeginn um 12%.


Bucher Municipal
Die Nachfrage nach Kommunalfahrzeugen schwächte sich deutlich ab, wobei die Märkte Osteuropa und Russland am stärksten betroffen waren. Staatliche Konjunkturstützungsprogramme hatten bisher keinen Einfluss auf die kommunale Ausschreibungs- und Vergabepraxis. Das schwächere Marktumfeld führte zu einer Abnahme des Umsatzes um 23.5%, währungsbereinigt um 15.0%, auf CHF 215.5 Mio. Der Auftragseingang betrug CHF 211.2 Mio. und lag um 25.1% unter der Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis von CHF 10.5 Mio. ging um 34.8% zurück. Tiefere Steuereinnahmen könnten im Jahr 2010 die Nachfrage weiter schwächen. Seit Jahresbeginn reduzierte Bucher Municipal die Personalkapazitäten um mehr als 8%.


Bucher Process
Mit Produktionsanlagen für Wein und Fruchtsaft erzielte die Division einen Umsatz von CHF 45.5 Mio., eine Abnahme um 46.7%, währungsbereinigt um 43.7%. Der Auftragseingang sank um 34.7% auf CHF 61.7 Mio. Die Ende 2008 angekündigten EU-Subventionen für die Weinproduktion von EUR 600 Mio. wurden erst im Juni 2009 freigegeben und wirkten sich bis zu diesem Zeitpunkt negativ auf die Nachfrage aus. Die Subventionen werden in der Zeit von 2010 bis 2013 ein Investitionsvolumen von EUR 1.5 Mia. auslösen, weshalb sich dieser Markt ab 2010 stark erholen dürfte. Im Geschäft mit Fruchtsaftproduktionsanlagen hemmten hohe Lagerbestände und tiefe Preise für Apfelsaftkonzentrat die Investitionsbereitschaft. Folgeaufträge für Grossprojekte fehlten. Das Betriebsergebnis der Division betrug minus CHF 3.7 Mio. gegenüber 6.4 Mio. in der Vorjahresperiode. Die Verlagerung der Produktion von zwei kleinen Werken in Italien und Frankreich ins Hauptwerk in Chalonnes wird in der zweiten Jahreshälfte eine Reduktion der Personalkapazitäten um 5% bewirken.


Bucher Hydraulics
Als Zulieferer von kundenspezifischen hydraulischen Systemlösungen war die Division besonders stark dem konjunkturellen Abschwung ausgesetzt. Die Segmente Baumaschinen waren am meisten, die Landmaschinen am wenigsten stark betroffen. Die Division erzielte einen Umsatz von CHF 170.9 Mio., eine Abnahme um 36.9%, währungsbereinigt um 35.3%. Der Akquisitionseinfluss betrug 1.3%. Der Auftragseingang von CHF 134.4 Mio. ging um 49.6% zurück, wobei die Division im Branchenvergleich dennoch besser abschnitt. Die hohen Lagerbestände in der gesamten Lieferkette verstärkten die Abnahme und der Lagerabbau dürfte erst in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein. Das Betriebsergebnis ging um 72.9% auf CHF 10.4 Mio. zurück. Seit Jahresbeginn reduzierte die Division Personalkapazitäten um mehr als 20%.


Emhart Glass
Der Geschäftsgang der Division war von der erheblichen Zurückhaltung bei Investitionen in neue Glasbehälterformungsmaschinen geprägt, was zu einigen Verzögerungen, Redimensionierungen und Annullierungen von Bestellungen führte. Der Umsatz betrug CHF 147.9 Mio. und lag um 28.3%, währungsbereinigt um 23.2% unter dem rekordhohen Vorjahreswert. Der Auftragseingang nahm um 46.0% auf CHF 135.0 Mio. ab und das Betriebsergebnis betrug CHF 5.6 Mio. gegenüber CHF 16.1 Mio. in der Vorjahresperiode. Die Division reduzierte seit Jahresbeginn die Produktionskapazitäten in Schweden und in den USA was zu einer Reduktion der Personalkapazitäten um 12% führte.


Aussichten 2009
Die Prognosen für das laufende Jahr bleiben äusserst unsicher. Es scheint, dass sich der Rückgang der Nachfrage in den Hauptmärkten von Bucher Industries auf sehr tiefem Niveau stabilisiert hat. Darauf ausgerichtet werden im zweiten Halbjahr die Kapazitäten und Kosten weiter reduziert. Allfällige Wertminderungen auf immaterielle Anlagen können erst zum Jahresende abschliessend beurteilt werden. Sie sind abhängig von den mittelfristigen Aussichten, die besonders von der Erholung der Milchpreise, einem Ende des Lagerabbaus oder einer gelockerten Kreditvergabepraxis beeinflusst werden. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Kuhn Group mit einem tieferen Umsatz und einer deutlich reduzierten Profitabilität. Bucher Municipal erwartet einen deutlich tieferen Umsatz und ebenfalls eine geringere Profitabilität. Bucher Process plant mit einem deutlich tieferen Umsatz und, trotz des saisonal bedingten Verlustes per Mitte Jahr, einem positiven Betriebsergebnis. Bucher Hydraulics erwartet keine Trendwende in diesem Jahr und rechnet deshalb mit einem Umsatz und Betriebsergebnis auf deutlich tieferem Niveau. Emhart Glass geht von einem deutlich tieferen Umsatz und einer reduzierten Profitabilität aus. Der Konzern rechnet deshalb für 2009 mit einem Umsatz, Betriebs- und Konzernergebnis deutlich unter dem Vorjahr.


Kontakt
Philip Mosimann, CEO
Roger Baillod, CFO

Bucher Industries AG
Telefon +41 43 815 80 88
Fax +41 43 815 80 81


Simply great machines
Bucher Industries feierte im Jahr 2007 das 200-jährige Jubiläum der Erfolgsgeschichte von der Schmiede zum weltweit tätigen Technologiekonzern mit führenden Marktstellungen in Spezialgebieten des Maschinen- und Fahrzeugbaus. Die heutigen Aktivitätsgebiete umfassen spezialisierte Landmaschinen, Kommunalfahrzeuge, Produktionsanlagen für Wein und Fruchtsaft, Hydraulikkomponenten sowie Produktionsanlagen für die Glasbehälterindustrie. Das Unternehmen ist an der Schweizer Börse kotiert (SIX: BUCN).

Links
Die nebenstehende Medien- information ist auch als PDF-Download verfügbar

11.8.2009
Bucher Industries mit Umsatzrückgang von 19%
(78 KB)